Oktober 2007. Elektronische Wildwarnanlage im Reichswald eröffnet

Eine neue Technik soll die Wildunfälle drastisch reduzieren

Am 18. Oktober 2007 wurde im Reichswald an der L 484 die erste elektronische Wildwarnanlage Nordrhein-Westfalens im Beisein von Naturschutz und Politprominenz in Betrieb genommen. So komplex die Technik im Detail ist, so einfach ist das Grundprinzip: Eine Lichtschranke tastet den Straßenrand nach allem ab was sich da in mehr als Kniehöhe bewegt. Wenn da etwas ist, wird der Autofahrer mit einem elektronischen Verkehrsschild gewarnt und auf 50 km/h gebremst. Hält er sich an diese Anweisung und fährt tatsächlich nur 50 km/h, so kann fast jeder Zusammenstoß mit einem Reh oder Wildschwein vermieden werden. Bei schon existierenden Anlagen in den Niederlanden und der Schweiz konnte die Zahl der Unfälle um über 90 % reduziert werden.

Mit der symbolischen Eröffnung dieser Anlage durch den nordrhein-westfälischen Minister Uhlenberg wird den großen Wildtieren das Wandern innerhalb des Reichswaldes erheblich vereinfacht. Und für den Autofahrer wird das Queren des Waldes ebenfalle sehr viel sicherer. Auf diesem Straßenabschnitt kam es jährlich zu einigen Dutzend Wildunfällen. In Zukunft spart hier die Volkswirtschaft Unfallkosten und die Gefahr von Personenschäden ist ebenfalls sehr viel kleiner – wenn die Autofahrer mitmachen und sich an die im konkreten Gefahrenfall aufleuchtende Geschwindigkeitsbegrenzung halten.