Was genau ist geplant?

Insgesamt soll ein ganzes Bündel von Maßnahmen der Natur in der Ketelwaldregion zu gute kommen. Aber nicht nur die Natur wird von dem Projekt profitieren, auch der Mensch wird die Natur besser erleben können - in ein paar Jahren vielleicht auch wieder Rothirsche mit etwas Glück am hellichten Tag beobachten können.

Im Einzelnen ist Folgendes geplant:

Der südliche Rand des Reichswaldes wird vom Forstamt zurückgenommen und aufgelockert, so dass sich hier wieder Heideflächen, Sandmagerrasen und Gebüsche einstellen können. Natuurmonumenten hat angrenzend Flächen aufgekauft und bereits mit deren Extensivierung begonnen. Diese soll weitergeführt und die entstehenden Feuchtwiesen sollen dem Rothirsch in Form von Äsungsflächen als wertvolle Ergänzung seines Lebensraumes zugänglich gemacht werden.

Die bestehenden Heidereste werden vergrößert.

Bei St. Jansberg, das sich westlich an den Reichswald anschließt, soll durch Natuurmonumenten eine Waldverbindung geschaffen werden, die zahlreichen Tieren, z. B. Marderartigen und Kleinsäugern, später auch größeren Wildtieren den Wechsel vom Reichswald in die niederländischen Waldgebiete und umgekehrt erleichtern soll.



 Die bisherige Verbindung zwischen deutschem
 und niederländischem Ketelwald.


Durch den Bau einer infrarotgesteuerten Wildwarnanlage an den Straßen im Reichswald sollen die heute noch zahlreich vorkommenden Wildunfälle deutlich reduziert werden.

Einfache Wildwechselwarnschilder zeigen keine Wirkung.

(Bilder: D.Cerff)

Ein noch zu schaffendes Wildruhegebiet, in dem das Rotwild weder durch Erholungssuchende noch durch Jagdbetrieb beunruhigt wird, soll am Rande mit einem Beobachtungsstand ausgestattet werden. Hier soll der Rothirsch für Besucher wieder erlebbar gemacht werden.